Digitale Bildung unter Corona-Bedingungen fördern

14.05.2020


Die durch die Corona-Krise notwendig gewordene kurzfristige Veränderung der Unterrichtung an unseren Schulen stellt sowohl das Lehrpersonal aber auch die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern vor eine große Hausforderung. 
Die Mittel aus dem Digitalpakt in Höhe von 1 Million Euro und die Bundesfördermittel für den Gigabitanschluss stehen bereit, die erforderlichen pädagogischen Medienkonzepte der einzelnen Schulen sind erstellt, der Ausstattungsprozess der Verwaltung einschließlich der erforderlichen Ausschreiben läuft planmäßig. Die vorgesehen Schritte wurden im letzten Ausschuss für Bildung- und Sport detailliert dargestellt.  
Die aktuelle Krisensituation vermittelt der CDU Fraktion den Eindruck, dass auf Seiten der Lehrerschaft eine neue Affinität für die digitale Bildung verbunden mit ganz konkreten Lösungsmöglichkeiten endstanden ist. „Diese geschärfte Medienkompetenz, verbunden mit neuen kreativen- und die digitalen Arbeitstechniken zur Sicherstellung des Unterrichtes sind zukunftsweisenden und somit konsequent zu unterstützen und weiter zu entwickeln“, macht der stellvertretende Bürgermeister Heinz-Peter Schreven das Anliegen seiner Fraktion deutlich.
„Während sich die Lehrerschaft zumeist auf private Hardwarekomponenten stützen musste, um das „home-schooling“ zu ermöglichen, besteht die Gefahr, dass es noch an möglichst passgenauen technischen Arbeitsmitteln für die einzelnen Schul- und Unterrichtsgestaltungen in dieser Akutphase fehlt“, erklärt der CDU Vorsitzende Frank Jakobs.
„Des Weiteren gehen wir davon aus, dass der neue Fokus auf die digitalen Medien auch den Blick auf mögliche individuelle technische Defizite schärft, deren kurzfristige Beseitigung möglicherweise in der aktuellen Situation zu einer weiteren Entlastung und Verbesserung führen kann“, Erklärung der ehemalige Schulleiter Schreven.
„Diese Chance sollte nun schnellstmöglich genutzt werden, insbesondere auch in Vorbereitung auf das Worstcase-Szenario, dass auch im neuen Schuljahr nur ein eingeschränkter Präsensunterricht möglich ist“, verdeutlicht Jakobs die Wichtigkeit des Antrages.
Zur Vermeidung möglicher Benachteiligungen einzelner Schulen bittet die CDU somit um kurzfristige Prüfung, ob neben den vorgesehenen Ausstattungen noch kurzfristige Einzelhilfen die Situation an den Schulen erleichtern und somit für Chancengleichheit unter den Schülerinnen und Schüler beitragen. Fraglich ist, ob die Mittel aus dem Digitalpakt in Höhe von rund 1 Mio. Euro und den Bundesfördermitteln für den Gigabitanschluss noch weitere Maßnahmen für die digitale Ertüchtigung unserer Schulen ermöglichen und diese erforderlich sind.